5 gute Gründe, um Mantua zu besichtigen

Mantua zu besichtigen. Foto Corrado Cavazza

Kennen Sie schon die Stadt Mantua? Hier finden Sie 5 Gründe, um Mantua zu besichtigen.

Mantua liegt in der Lombardei, etwa 100 Km von Mailand und 60 Km von Cremona entfernt. Über die Autobahn A22 Modena-Brenner ist Mantua auch vom Norden einfach erreichbar.

Mantua und Sabbioneta: UNESCO Weltkulturerbe

2008 wurden Mantua und Sabbioneta von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Beide Städte erlebten während der Renaissance unter der Regierung der mächtigen Familie Gonzaga eine architektonische Blütezeit. Versuchen Sie auf jeden Fall bei einer Reise nach Mantua auch einen Ausflug nach Sabbioneta einzuplanen; Die sternförmige Stadtmauer und das Theater sollte man nicht verpassen.

Eine traumhafte Landschaft

Die Stadt Mantua ist seit ihrer Gründung sehr eng mit dem Wasser verbunden. Der historische Stadtkern ist von 3 Seen umgeben, die vom Wasser des Flusses Mincio gebildet werden. Bei geführten Bootsfahrten auf den Seen lernt man die Landschaft und die Natur auf eine ganz besondere Weise kennen. Wirklich sehenswert ist der Obere See im Juli und August, zur Blütezeit der Lotusblumen. Diese exotischen Pflanzen wurden im Jahr 1921 von der Naturforscherin Anna Maria Pellegreffi aus dem Orient nach Mantua gebracht und sind heute ein Wahrzeichen der Stadt.

Eine 2000 Jahre alte Geschichte mit berühmten Protagonisten

Nach den historischen Zeugnissen wurde Mantua von den Etruskern gegründet, und später haben auch die Römer diesen Ort besiedelt. Gerade in der Römerzeit wurde 70 v. Chr. in der Nähe von Mantua ein wichtiger lateinischer Dichter geboren: Vergil, Autor des Eneide-Epos. Im XI Jh. kam Mathilde von Canossa, eine der mächtigsten Frauen des Mittelalters, in den Besitzt der Stadt, und 1328 übernahm die Familie Gonzaga die Regierung bis 1707. Genau am Hofe der Gonzaga-Familie spielt sich das weltberühmte Melodram „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi ab. Große Künstler und Musiker waren Gäste in Mantua und unter ihnen auch W.A. Mozart, der 1770 während der Herrschaft von Maria Theresia von Österreich, im wundervollen Bibiena-Theater auftrat. Als Mantua eine wichtige napoleonische Festung war, wurde der Freiheitskämpfer Andreas Hofer im Palazzo D’Arco vor Gericht gestellt und am 20. Februar 1810 in Cittadella hingerichtet. Denkt man an Mantua, werden auch Erinnerungen an eine Legende des Motorsports wach: Tazio Nuvolari, der „fliegende Mantuaner“, der Anfang des XX Jh. viele Siege sammelte, darunter zwei Mille Miglia.

Herrschaftliche Residenzen, Piazze mit italienischem Flair und prächtige Kirchen

Die Gonzaga lebten in prunkvollen Residenzen. Die Älteste und architektonisch Aufwendigste ist der Herzogspalast, ein wahres Labyrinth. Mit seinen 900 Räumen ist er eines der größten Schlösser Italiens.  Mit der herrlichen Deckenperspektive ist das Brautzimmer von Andrea Mantegna der Angelpunkt des gesamten Museums. Außerhalb des Zentrums befindet sich der PalazzoTe, ein Symbol des Manierismus vom Künstler Giulio Romano. Spektakulär ist insbesondere der Sala dei Giganti. Der Hall von Klängen und Stimmen erfüllt den Raum, große Felsbrocken rollen von den Wänden. Die von der Wut Jupiters zermalmten Figuren der Giganten sind von erstaunlicher Kraft und Modernität. Bei einem Besuch von Mantua darf ein Rundgang durch die Altstadt zu den berühmtesten Bauwerken und schönsten Plätzen nicht fehlen. Piazza Broletto und Piazza Erbe bildeten im Mittelalter das geschäftliche, bürgerliche und religiöse Zentrum der Stadt. Heute sind sie ein beliebter Treffpunkt der Mantuaner. Auf der Piazza Mantegna überzeugt eines der schönsten Monumente der Altstadt: Die Basilika S. Andrea, ein architektonisches Meisterwerk von Leon Battista Alberti und Symbol der Renaissanceperiode. Die Geschichte der Basilika ist eng mit der Geschichte der Heiligen Kelche verflochten, in denen die Blutreliquie Christi aufbewahrt wird. Es heißt, der heilige Longinus habe das Blut Christi nach Mantua gebracht. Am Karfreitag wird diese Reliquie in einer feierlichen Prozession durch die Stadt gebracht.

Kulinarische Genüsse

Ein Mittag oder Abendessen in einer Trattoria oder einem Restaurant ist immer ein kulinarisches Erlebnis. Auf der Speisekarte findet man ganz sicher Tortelli di Zucca (mit Kürbis gefüllten Ravioli) oder das Risotto alla Mantovana, das mit Salamella-Sauce  serviert wird. Köstlich sind auch der Stracotto d’asino (Schmorbraten aus Eselfleisch ), der Luccio in salsa (Hecht mit Polenta) und der Cappone alla Stefani (Masthahn mit grünem Salat, Rosinen und Pinienkernen) . Außerdem ist Mantua die einzige Provinz Italiens, in der sowohl Grana Padano als auch Parmigiano Reggiano, die berühmten italienischen Reibkäsearten, hergestellt werden. Beide passen sehr gut zur Mostarda mantovana (Obst in Senföl). Ein traditioneller Kuchen ist die Sbrisolona, eine Art Streuselkuchen die mit Maismehl und Mandeln gebacken wird.

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Foto von Corrado Cavazza